top of page
J13_A7V03046-entwickelt_sRGB_bearb_2000x833_72dpi.jpg

J13

DIALOG DER TEXTUREN

Skulptur und Präzision - Das Wohnhaus J13 ist als skulpturaler Solitär konzipiert, der durch das spannungsvolle Zusammenspiel von monolithischer Schwere und metallischer Leichtigkeit besticht. Die architektonische Geste wird durch die Kombination geometrischer Körper definiert, die den Bau harmonisch gliedern und zum umgebenden Naturraum öffnen.

Die Auskragungen der oberen Wohnmodule, getragen von dem massiven Steinelement, verleihen dem Gebäude eine skulpturale Qualität, ohne dabei unruhig zu wirken. Ein virtuoses Spiel aus Leichtigkeit und Masse.

SKULPTURALE GLIEDERUNG
STATT MASSIVER VOLUMINA

Durch die gezielte Modellierung des Geländes entstehen verschiedene Ebenen – vom geschützten Patio über die weitläufige Poolterrasse bis hin zum tiefgelegenen Gartenraum. Diese kaskadenartige Anordnung bricht die Baumasse optisch auf und schafft differenzierte Aufenthaltsqualitäten mit wechselnden Perspektiven. Architektur und Landschaft fließen ineinander, während Natursteinmauern und Terrassierungen den skulpturalen Charakter des Gebäudes im Außenraum fortsetzen.

RHYTHMISCHE FASSADEN
FÜR VISUELLE LEICHTIGKEIT

Die Gebäudehülle wird durch die vertikale Kantung der eloxierten Aluminiumbleche zum kinetischen Kunstwerk. Die individuell entwickelte Geometrie der Kantung erzeugt ein komplexes Spiel aus Licht und Schatten, das der Fassade Tiefe und Dynamik verleiht. Während der warme Eloxalton eine zeitlose Eleganz ausstrahlt, sorgt die vertikale Struktur für eine visuelle Entmaterialisierung des Obergeschosses.

Die Außenansicht verdeutlicht die behutsame Integration des Baukörpers in den wertvollen alten Baumbestand. Ein markantes skulpturales Element ist die gewendelte Außentreppe, die als plastisches Objekt die vertikale Verbindung zwischen Garten und Privaträume herstellt. Durch die präzise Platzierung der Baukörper entstehen geschützte Außenräume, die maximale Privatsphäre bieten und gleichzeitig weite Blickbeziehungen in das grüne Refugium ermöglichen.

MASSIVER STEIN TRIFFT AUF
RAHMENLOSE LEICHTIGKEIT

Der Entwurf inszeniert die bewusste Gegensätzlichkeit der Materialien: Während der massive Naturstein dem Raum eine schwere, schützende Präsenz verleiht, lösen die rahmenlosen Verglasungen die Grenzen zum Außenraum nahezu vollständig auf. Das großzügige Eichenparkett im Fischgrätverband bildet dazu den warmen, haptischen Gegenpol, der dem fließenden Raumkontinuum Erdung und wohnliche Geborgenheit schenkt.

Fließende Räume und Lichtführung im Inneren setzen die konsequente Haltung fort. Ein zentrales Gestaltungselement ist der nach oben offene Patio, der eine großzügige vertikale Sichtachse schafft.

FILIGRANE RHYTHMIK - WENN STAHL
AN SCHWERE VERLIERT

Zentrales Herzstück des Interieurs ist die filigrane Treppenskulptur aus präzise gelasertem Stahlblech. Das individuell entwickelte Muster fungiert als feiner Filter, der sich nach oben hin sukzessive auflöst und so eine fließende Leichtigkeit erzeugt.

Im Zusammenspiel mit dem zenitalen Licht des Oberlichts entsteht ein dynamisches Schattenbild, das die vertikale Erschließung in ein wandelbares Kunstwerk verwandelt.

INTELLIGENTE GEBÄUDEAUTOMATION
DAS UNSICHTBARE NERVENSYSTEM

GEBÄUDEAUTOMATION

Die architektonische Konsequenz des Entwurfs setzt sich in einer unsichtbaren, hochgradig vernetzten Technologieebene fort. Basis für das ganzheitliche Energiemanagement und den maximalen Wohnkomfort bildet ein maßgeschneidertes KNX-System, das als zentrales Nervensystem des Gebäudes fungiert.

Durch die intelligente Gebäudeautomation werden sämtliche technischen Komponenten – von der hocheffizienten Wärmepumpe über die PV-Anlage und den Batteriespeicher bis hin zur kontrollierten Wohnraumlüftung – in einem smarten Gesamtsystem zusammengeführt. Die Automation agiert prädiktiv: Sie koppelt den Ertrag der Photovoltaikanlage direkt mit den Hauptverbrauchern. So wird überschüssiger Solarstrom gezielt für die thermische Bauteilaktivierung, die Poolbeheizung oder die Ladung des Batteriespeichers genutzt.

Gleichzeitig steuert das System die Beschattung und die Raumkonditionierung in Abhängigkeit von Wetterdaten und Raumnutzung, um den Energieverlust zu minimieren und das Raumklima vollautomatisch zu optimieren. Technik und Architektur verschmelzen zu einer synergetischen Einheit, die maximale Autarkie ermöglicht, ohne die skulpturale Ästhetik des Raumes durch sichtbare Technologie zu stören.

ENERGETISCHES KONZEPT

Das Projekt folgt einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz, der ökologische Effizienz und langlebige Materialität vereint. Energetisch agiert das Haus weitgehend autark:

Eine leistungsstarke PV-Anlage mit Batteriespeicher deckt den Großteil des Energiebedarfs. Die

Wärmeversorgung für das Gebäude sowie den Pool erfolgen über hocheffiziente Wärmepumpen,

während eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung für ein optimiertes Innenraumklima bei minimalem Energieverlust sorgt.

INFO

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Standort

Nürnberg

Bauweise

massiv, monolithisch

Wohn- u. Nutzfläche

über 500 

bottom of page