FACHBEGRIFFE
A-C
ABNAHME
Die Abnahme ist die Billigung der vertraglichen Leistung und Beginn der Verjährung von Mangelansprüchen. Die Beweislast für das Bestehen eines Mangels wird vom Unternehmer auf den Bauherren verlagert.
ABSCHLAGSZAHLUNG
Ein ausführendes Unternehmen hat Anspruch auf Abschlagszahlungen, wenn dies im Bauvertrag geregelt ist. Die Abschlagszahlungen entschädigen für Teilleistungen, für die der Unternehmer in Vorleistung getreten ist. Abschlagszahlungen haben keinen Einfluss auf die Gewährleistung und die Mängelhaftung. Sie dienen der Entlastung des Unternehmers. Auch die Abnahme dieser Teilleistungen ist mit einer Abschlagszahlung noch nicht erfolgt.
ABSTANDSFLÄCHEN
Abstandsflächen sind die gesetzlich vorgeschriebenen Freiflächen vor den Außenwänden von Gebäuden. Sie dienen der Belichtung, Belüftung und dem Brandschutz. Da die Berechnung (oft basierend auf der Wandhöhe "H") in der jeweiligen Landesbauordnung (z.B. BayBO) streng geregelt ist, nutzen wir diese Flächen in der Entwurfsphase geschickt aus, um Gebäude optimal auf dem Grundstück zu platzieren und Nachbarschaftskonflikte zu vermeiden..
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ARCHITEKTENKAMMER
Architektenkammern gibt es in allen Bundesländern. Sie nehmen Aufgaben der Selbstverwaltung des Berufsstandes und als mittelbare Staatsverwaltung öffentliche Aufgaben wahr.
AUFMAß
Das Aufmaß bezeichnet das Ausmessen fertiger Bauteile als Grundlage für die Abrechnung der einzelnen Gewerke. Im weiteren Sinne meint man damit das Ausmessen von Räumen, Fenstern und dgl. zur Planung einer Innenausstattung oder eingebauten Einrichtung.
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AUFMAß (Bestandserfassung)
Bevor wir mit der Planung einer Sanierung oder eines Umbaus beginnen, erstellen wir ein präzises Aufmaß. Da alte Pläne oft ungenau sind, erfassen wir den Ist-Zustand des Gebäudes zentimetergenau (oft mittels Laserscan). Dies ist die unverzichtbare Grundlage, um spätere böse Überraschungen bei der Passform von Einbauten oder Fenstern zu vermeiden.
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AUßENBEREICH (§ 35 BauBG)
Bauen im Außenbereich ist in Deutschland streng reglementiert. Wer eine alte Scheune ausbauen oder ein einsames Grundstück bebauen möchte, stößt auf den Paragraphen 35 des Baugesetzbuches. Wir unterstützen Sie dabei, die Privilegierung oder Ausnahmeregelungen zu prüfen, um Wohnträume auch außerhalb geschlossener Ortschaften zu realisieren.
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AUSSCHREIBUNG
Eine Ausschreibung ist ein Verfahren zur Ermittlung des Angebotspreises verschiedener Anbieter als Vorbereitung zur Vergabe eines Auftrages im Rahmen eines Wettbewerbs.
AUSSTEIFUNG
Aussteifende Bauteile sind flächige (Decken, Wände) oder stabförmige (Stützen, Fachwerke) Elemente. Sie dienen der Sicherung gegen Horizontalkräfte wie Wind, Erddruck oder gegen das Kippen von Geschossbauten.
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BARRIEREFREIES BAUEN (DIN 18040)
Barrierefreiheit bedeutet Wohnkomfort für alle Lebensphasen. Wir planen nach der DIN 18040, um sicherzustellen, dass Ihr Haus auch im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen ohne Hürden nutzbar bleibt. Das reicht von schwellenlosen Übergängen in den Garten bis hin zu vorausschauenden Grundrissen, die Flexibilität für die Zukunft bieten.
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BAUGENEHMIGUNG
Die Baugenehmigung ist die behördliche Genehmigung eines Bauvorhabens. Sie muss vor Baubeginn erteilt sein. Mit Erteilung der Baugenehmigung bestätigt die Bauaufsicht, dass alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften, die Anforderungen an bauliche Anlagen, Bauprodukte oder Baumaßnahmen stellen oder die bauliche Nutzung von Grundstücken regeln, eingehalten und berücksichtigt sind. Eine Baugenehmigung wird auf schriftlichen Bauantrag erteilt, wenn das Bauvorhaben den gesetzlichen Maßgaben entspricht. Die Baugenehmigung gilt drei Jahre, kann jeweils um ein weiteres Jahr verlängert werden, wenn rechtzeitig d.h. vor Ablauf der drei Jahre ein entsprechender Antrag gestellt wird. ​
BAUGENEHMIGUNG VS. FREISTELLUNGSVERFAHREN
Nicht jedes Bauvorhaben benötigt ein klassisches Baugenehmigungsverfahren. Liegt ein Grundstück im Bereich eines qualifizierten Bebauungsplans, ist oft ein Genehmigungsfreistellungsverfahren möglich. Dies verkürzt die Wartezeit bis zum Baubeginn erheblich. Wir prüfen für Sie, welcher Weg der rechtlich sicherste und schnellste für Ihr Projekt ist. ​
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BAUGRENZE
Baugrenzen und Baulinien sind wesentliche Bestandteile von Bebauungsplänen. Sie legen die überbaubare Grundstücksfläche fest. Sie sind meist nicht identisch mit der Grundstücksgrenze.
BAUGRUNDGUTACHTEN
Das Baugrundgutachten wird vor der Planung eines Gebäudes erstellt. Es gibt Aufschluss über die Zusammensetzung und Tragfähigkeit des Baugrundes. Diese Angaben sind unverzichtbar für die weitere Planung und Konzeption des Gebäudes.
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BAUHERRENHAFTPFLICHTVERSICHERUNG
Bauen ist ein komplexes Unterfangen mit Risiken. Während wir als Architekten berufshaftpflichtversichert sind, schützt die Bauherrenhaftpflicht Sie vor Schadenersatzansprüchen Dritter (z. B. wenn sich jemand auf der Baustelle verletzt). Wir beraten Sie gern dazu, welche Absicherungen für Ihr spezifisches Projekt sinnvoll sind.
BAUKOSTENINDEX (BKI)
Der Baukostenindex gibt Aufschluss über die Preisentwicklung am Baumarkt. Er ist für uns ein wichtiges Werkzeug, um Ihre Budgetplanung realistisch an die aktuellen Marktpreise anzupassen. So vermeiden wir Überraschungen während der Bauphase und halten die Kosten von der ersten Schätzung bis zur Abrechnung im Griff.
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BAULAST
Eine Baulast ist eine öffentlich-rechtliche Verpflichtung eines Grundstückseigentümers gegenüber der Baurechtsbehörde (z. B. eine Abstandsflächenbaulast für den Nachbarn). Wir prüfen das Baulastenverzeichnis bereits im Vorfeld, da solche Einträge die Bebaubarkeit eines Grundstücks massiv beeinflussen können.
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BAUTRÄGER
Ein Bauträger ist eine juristische Person, die Grundstücke erwirbt um dann auf eigene Rechnung Wohn- oder Gewerbebauten zu errichten, um diese anschließend zu veräußern. In diesem Fall ist der Bauträger gleichzeitig Bauherr.
BAUVORANFRAGE
Vor Einreichen eines Bauantrages kann die Bauaufsichtsbehörde auf schriftlichen Antrag zu einzelnen Fragen des Bauvorhabens einen schriftlichen Bescheid (Vorbescheid) erteilen. Die Bauvoranfrage kann auch vor Kaufentscheidung eines Grundstückes sinnvoll sein.
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BAUVORBESCHEID
Bevor Sie ein Grundstück kaufen oder eine komplexe Planung starten, gibt ein Bauvorbescheid Sicherheit. Durch eine gezielte Bauvoranfrage klären wir vorab wichtige Einzelfragen (z. B. die zulässige Dachform oder Geschossigkeit). Ein positiver Bescheid ist bindend und schützt Ihre Investition bereits vor dem eigentlichen Bauantrag.
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BDA
Der BDA vereint seit 1903 freie Architekten und Stadtplaner, die sich durch die besondere Qualität ihrer Bauten und Planungen, aber auch durch ihre menschliche Integrität und Kollegialität auszeichnen. Der BDA beruft nur Mitglieder, die diesen strengen Kriterien mit ihrer Person und Arbeit gerecht werden. Die Berufung in den BDA ist Auszeichnung und Bestätigung für Qualität zugleich.
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BEBAUUNGSPLAN (B-Plan)
Der Bebauungsplan der Kommune legt rechtsverbindlich fest, welche Baukörper auf einem Grundstück zulässig sind. Wichtige Kennzahlen sind die GRZ (Grundflächenzahl) und die GFZ (Geschossflächenzahl). Als Architekten sehen wir den B-Plan nicht als bloße Einschränkung, sondern als Rahmen, innerhalb dessen wir durch intelligente Planung das Maximum an Wohnraum und architektonischer Qualität für Sie herausholen.​​
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BELICHTUNG UND VERSCHATTUNG
Ein guter Entwurf nutzt den Sonnenverlauf. Wir berechnen die natürliche Belichtung, um helle, freundliche Räume zu schaffen. Gleichzeitig planen wir eine effektive Verschattung ein, um Blendung an Arbeitsplätzen und eine Überhitzung im Sommer zu verhindern – Ästhetik und Klimakomfort gehen hier Hand in Hand.
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BETON
Beton ist eine Mischung aus Zement, Sand, Kies und Wasser.
BEWEHRUNG
Die Bewehrung ist dazu da, um den Beton zu stärken und zugfester zu machen. Zudem wird die Rissbildung minimiert. Bauteile, die mit einer Bewehrung ausgestattet sind, sind deutlich belastbarer. Bewehrungen bestehen aus Stahl, werden als Stäbe oder Matten gefertigt und dann mit dem Beton vergossen. Man spricht dann von Stahlbeton.
BLOCKHEIZKRAFTWERK
Ein Blockheizkraftwerk ist eine modular aufgebaute Anlage, die Strom und Wärme erzeugt. Die Wärme dient zur Beheizung von Gebäuden. Der erzeugte Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist werden.
BLOWER-DOOR-TEST
Der Begriff Blower-Door steht für ein Verfahren, mit dem das Gebäude auf Luftdichtheit untersucht wird. Das Blower-Door-System besteht aus einem Ventilator, der mit Hilfe einer luftdichten Plane und einem flexiblen Rahmen in eine Öffnung der Fassade eingebaut wird. Dazu gehört eine Mess- und Steuereinheit, mit der die gewünschten Druckdifferenzen eingeregelt und die geförderten Volumenströme ermittelt werden können.
BRANDSCHUTZNACHWEIS
Sicherheit steht an erster Stelle. Der Brandschutznachweis ist ein wesentlicher Bestandteil der Genehmigungsplanung. Hierbei definieren wir Rettungswege, Brandwände und die Feuerwiderstandsklasse der Bauteile. Besonders bei Sanierungen oder dem Bauen im Grenzbereich ist eine frühzeitige Abstimmung mit den Behörden entscheidend.
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BRUTTO-GRUNDFLÄCHE (BGF)
Die BGF umfasst die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks. Sie ist die wichtigste Basis für die Baukostenermittlung nach der DIN 276. Wir behalten die BGF bereits im ersten Entwurf scharf im Auge, um Ihre Budgetvorgaben mit dem gewünschten Raumprogramm in Einklang zu bringen.
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BODENKLASSE
Die Böden werden in sieben unterschiedliche Bodenklassen eingeteilt. Die Bodenklasse ist die Grundlage zur Entscheidung der Gründungsart. Die Bodenklassen werden bei der Baugrunduntersuchung festgestellt.
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CARPORT
Ein Carport schützt Ihr Fahrzeug vor Witterungseinflüssen wie Regen, Eis und Schnee, Hagel, Sonne und bei Sturm vor herabfallenden Ästen. Ein Carport verfügt über eine erheblich bessere Luftzirkulation als eine abgeschlossene Garage. Dadurch trocknet ein regennasses Fahrzeug sehr viel schneller und ist so vor Korrosion geschützt.
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​​​D-F
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DACHBEGRÜNDUNG (Retentionsdach)
Ein grünes Dach ist weit mehr als Ästhetik. Es dient als natürlicher Hitzeschutz im Sommer, verbessert das Mikroklima und speichert Regenwasser (Retention), was die Kanalisation entlastet. In vielen Bebauungsplänen ist eine Dachbegrünung heute vorgeschrieben – wir integrieren sie als gestalterisches Highlight in die Architektur.
DACHDECKUNG
Die Dachdeckung ist der oberste Abschluss eines Gebäudes und kann aus Ziegeln, Dachsteinen, Abdichtungsbahnen, Schindeln oder Blechen bestehen.
DACHFLÄCHENFENSTER
Dachflächenfenster werden im Dach eingebaut sind. Sie dienen dem Lichteinfall und der Belüftung.
DÄMMSTOFFE
Dämmstoffe sind Materialien zur Wärme- oder Schalldämmung von Bauteilen. Dämmstoffe können aus Kunststoffen wie Polystyrol, Polyurethan, aus Mineralwolle, aus Schaumglas oder natürlichen Materialien wie Blähton, Zellulose, Holz-Weichfasern, Schafswolle oder Hanffasern bestehen. Eine gute Wärmedämmung bringt auch im Sommer Vorteile, denn die Kühle der Nacht kann lange im Haus gehalten werden.
DAMPFSPERRE
Die Dampfsperre ist eine Folie aus Kunststoff oder aus Aluminium. Die Dampfsperre verhindert, dass Wasserdampf in Materialien, die gegen Feuchtigkeit anfällig sind oder deren Funktion bei Durchfeuchtung herabgesetzt ist, eindringt. Die Dampfsperre wird bei der Dämmung von Außenwänden oder Dächern eingesetzt. Die Dampfsperre wird auf der Innenseite angebracht, um das Eindringen des Wasserdampfes in die Dämmung verhindern.
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DENKMALPFLEGERISCHER MEHRAUFWAND
Bei der Sanierung von Baudenkmälern entstehen oft höhere Kosten durch spezielle Auflagen (z. B. Kastenfenster oder Kalkputz). Diesem Mehraufwand stehen jedoch oft erhebliche steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten (Denkmal-AfA) und spezielle KfW-Förderprogramme gegenüber. Wir moderieren den Dialog mit dem Denkmalschutzamt für Sie.
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EFFIZIENZHAUS (KfW-Standard)
Ein Effizienzhaus zeichnet sich durch einen sehr niedrigen Energiebedarf aus. Die Kennzahlen (z. B. KfW 40 oder 40 Plus) geben an, wie hoch der Primärenergiebedarf im Verhältnis zu einem Referenzgebäude ist. Wir planen die thermische Hülle und die Anlagentechnik so, dass Sie von maximalen staatlichen Förderungen (BEG) und dauerhaft niedrigen Betriebskosten profitieren.
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ENERGIEAUSWEIS (Bedarfsausweis vs. Verbrauchsausweis)
Für jeden Neubau und bei größeren Sanierungen ist ein Energieausweis gesetzlich vorgeschrieben. Wir erstellen für Ihr Projekt den aussagekräftigen Bedarfsausweis, der auf der technischen Analyse der Gebäudehülle und Anlagentechnik basiert. Dies ist nicht nur ein Dokument für die Behörden, sondern Ihr Nachweis für den Wert und die Effizienz der Immobilie.
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ENERGIEBERATUNG
Gestiegene Energiepreise und die gemeinsame Verantwortung für unsere Umwelt verpflichten uns, sorgsam mit den uns zu Verfügung stehenden Ressourcen umzugehen.
Die Notwendigkeit der energetischen Sanierung von bestehenden Gebäuden resultiert nicht in erster Linie aus den gesetzlichen Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Es erwächst daraus vielmehr die Chance, im Gebäudebestand den Komfort zu erhöhen, Bauschäden (Schimmelbildung, Feuchtigkeit) vorzubeugen und Betriebskosten zu senken. Zudem sichert die Verbesserung des Wärmeschutzes langfristig die Bausubstanz, bei Anlageobjekten werden Leerstände vermieden, Mieteinnahmen auf Dauer gesichert und der Wert der Immobilie steigt.
Wenn Sie ohnehin Renovierungen, Modernisierungen oder Umbauarbeiten durchführen möchten, sollten Sie die Chance nutzen, den Wärmeschutz Ihres Gebäudes zu verbessern, denn so erreichen Sie eine hohe Wirtschaftlichkeit dieser Maßnahmen und können auch Ihre laufenden Betriebskosten senken.
In unserer Vor-Ort-Energieberatung nach Richtlinien des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden nach örtlicher Begehung und Nachforschungen in vorhandenen Bauunterlagen die Bauteile mit ihrem detaillierten Schichtenaufbau ermittelt und damit eine Bestandsanalyse erstellt. Die Ergebnisse werden in einem umfassenden, schriftlichen Beratungsbericht zusammengestellt, mit genauen Angaben über:
Schwachstellen der Gebäudehülle und der Heizungsanlage
Vorschläge für sinnvolle, energiesparende Maßnahmen in mehreren Varianten
Investitions- und Betriebskosten der Maßnahmen
Wirtschaftlichkeitsberechnungen (Amortisationszeiten)
welche Leistung Ihr neuer Heizkessel braucht
wie Sie vorgehen müssen, um Sanierungsmaßnahmen umzusetzen
Übersicht über aktuelle Förderprogramme (KfW)
Wir erstellen einen umfassenden Beratungsbericht und erläutern ihn ausführlich in einem persönlichen Beratungsgespräch. Dabei gehen wir auch umfassend auf Ihre persönlichen Fragen ein. Somit erhalten Sie eine gründliche Analyse Ihres Gebäudes und eine wertvolle Grundlage, um die richtigen Entscheidungen für Sanierungsmaßnahmen treffen zu können. Wenn Sie sich für eine energetische Gebäudesanierung entschlossen haben, unterstützen wir Sie auch gerne bei der Planung, Ausschreibung und Bauleitung.
Die Kosten für eine Vor-Ort-Beratung sind von der Größe und Komplexität Ihres Gebäudes abhängig und werden von der BAFA bezuschusst. Die Formalitäten für die Beantragung der Förderung übernehmen wir gerne für Sie.
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ESTRICH
Estrich ist ein auf einem tragenden Untergrund oder auf einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschicht hergestelltes Bauteil, das unmittelbar als Boden nutzfähig ist oder mit einem Belag versehen werden kann. Estriche gleichen Unebenheiten der Rohbaukonstruktion aus. Als Heizestrich wird ein beheizbarer Estrich bezeichnet, der in der Regel als Estrich auf Dämmschicht ausgeführt wird.
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FLACHDACH
Flachdächer sind Dächer, die nur eine geringe Neigung aufweisen (unter 10 Grad). Sie werden häufig an mehreren Stellen in der Dachfläche entwässert. Diese Dächer können mit einer Bitumen-Schweißbahn oder mit Kunststoffdachabdichtungsbahnen abgedichtet sein. Flachdächer können als Warmdach oder als Kaltdach ausgeführt sein.
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FLACHDACHABDICHTUNG
Ein modernes Flachdach bietet ästhetische Vorteile und Raum für Dachterrassen oder Begrünung. Die Qualität steht und fällt mit der Abdichtung (z.B. Bitumen oder Kunststoffbahnen). Wir legen höchsten Wert auf die Detailplanung der Gefälleausbildung und Entwässerung, damit Ihr Gebäude dauerhaft vor Witterungseinflüssen geschützt bleibt.
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FLÄCHENNUTZUNGSPLAN (FNP)
Während der Bebauungsplan (B-Plan) Details regelt, gibt der Flächennutzungsplan der Stadt (z. B. Nürnberg oder Fürth) die grobe Richtung vor: Wo entstehen Wohngebiete, wo Gewerbe oder Grünflächen? Für Bauherren ist der FNP ein wichtiger Indikator für die zukünftige Entwicklung der Nachbarschaft.
FUNDAMENT
Als Gründung oder Fundament bezeichnet man im Bauwesen ein Tragelement zur Einleitung von Lasten eines Bauwerks in den Untergrund.
G-J
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GEBÄUDEKLASSE (1 bis 5)
In der Bauordnung werden Gebäude je nach Höhe und Fläche in Klassen eingeteilt. Ein Einfamilienhaus fällt meist in Klasse 1 oder 2, während größere Wohnanlagen in Klasse 4 oder 5 eingestuft werden. Die Gebäudeklasse bestimmt maßgeblich die Anforderungen an die verwendeten Baustoffe und den Brandschutz.
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GENERALPLANER
Wenn Sie uns als Generalplaner beauftragen, erhalten Sie alle Planungsleistungen aus einer Hand. Wir übernehmen dann nicht nur die Architektur, sondern koordinieren auch die Statik, die Haustechnik (TGA) und weitere Fachplaner. Für Sie bedeutet das: Ein einziger Ansprechpartner und minimale Schnittstellenverluste.
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GRAUE ENERGIE
Unter „Grauer Energie“ versteht man die Energiemenge, die für den Bau, den Transport, die Lagerung und die Entsorgung von Baumaterialien benötigt wird. In unserer Planung achten wir verstärkt auf Materialien mit einer günstigen Ökobilanz. Besonders bei der Sanierung von Altbauten hilft der Erhalt der vorhandenen Substanz, enorme Mengen an grauer Energie einzusparen.
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GRUNDRISS
Der Grundriss ist die maßstabsgerechte zeichnerische Darstellung der Grundfläche eines Gebäudes. Der Grundriss gibt auch Auskunft über die Zweckbestimmungen der einzelnen Räume (Kochen, Essen, Wohnen, Arbeiten, Schlafen etc.).
GRUNDSTÜCK
Unter einem Grundstück versteht man einen äußerlich erkennbar abgegrenzten Teil der Erdoberfläche. Ein Grundstück das gemäß den öffentlich-rechtlichen Vorschriften mit Gebäuden bebaut ist oder bebaut werden darf wird als Baugrundstück bezeichnet.
GRUNDWASSER
Grundwasser ist im Boden versickertes Niederschlagswasser, das sich an wasserundurchlässigen Schichten gesammelt hat. Das Grundwasser kann auch mittels einer Wärmepumpe als Wärmequelle dienen und zur Beheizung des Gebäudes beitragen.
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GRÜNDUNG & BODENGUTACHTEN
Jedes Haus braucht ein sicheres Fundament. Ein Bodengutachten (Baugrunduntersuchung) klärt vorab, wie tragfähig der Boden ist und ob drückendes Grundwasser vorliegt. Wir koordinieren diese Untersuchung frühzeitig, um die Gründungskosten (z. B. Bodenplatte vs. Kellerwanne) exakt kalkulieren zu können.
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HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure)
Die HOAI ist die gesetzliche Grundlage für die Abrechnung von Architektenleistungen in Deutschland. Sie gliedert unsere Arbeit in 9 Leistungsphasen – von der ersten Grundlagenermittlung über den Entwurf und die Genehmigung bis hin zur Bauleitung. Für Sie als Bauherren bedeutet das volle Transparenz: Sie wissen jederzeit genau, welche Planungsleistung zu welchem Zeitpunkt erbracht wird.
JAHRESHEIZWÄRMEBEDARF
Der Jahresheizwärmebedarf ist maßgebliche Kenngröße des jährlichen Wärmebedarfs eines Gebäudes. Der Heizwärmebedarf, ist abhängig von den Wärmeverlusten der Transmission (Wärmeleitung durch Bauteile) und Lüftung. Diese Verluste werden durch die internen (elektrische Geräte, Lampen) und solaren Gewinne (Solar - und Photovoltaikanlagen und Fensterfläche) reduziert.
JAHRESNUTZUNGSGRAD
Der Jahresnutzungsgrad gibt an, welcher Wärmeanteil des über ein Jahr hinweg eingesetzten Brennstoffs tatsächlich ins Heiznetz gelangt und somit zur Hauserwärmung und ggf. zur Trinkwassererwärmung zur Verfügung steht. Der Jahresnutzungsgrad wird in Prozent angegeben.
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​​​K-N
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KERNSANIERUNG
Eine Kernsanierung geht über eine einfache Renovierung weit hinaus. Das Gebäude wird bis auf die Tragstruktur zurückgeführt und technisch (Leitungen, Heizung, Dämmung) sowie energetisch auf den Stand eines Neubaus gebracht. Wir begleiten Sie dabei, die historische Substanz zu erhalten und gleichzeitig modernen Wohnkomfort zu implementieren.
KNIESTOCK
Der Kniestock ist das gemauerte oder betonierte Auflager des Dachstuhls. Je höher der Kniestock, desto mehr nutzbare Wohnfläche steht im Dachgeschoss zur Verfügung. Die Höhe des Kniestocks ist oft im Bebauungsplan vorgeschrieben.
KOHLENDIOXID
Kohlendioxid (CO2) ist ein Gas, das bei allen Verbrennungs- und Atmungsvorgängen entsteht.
KOSTENANSCHLAG
Der Kostenanschlag ist eine Grundleistung des Architekten in der Leistungsphase 7. Die Ergebnisse des Kostenanschlags werden nach der DIN 276 dargestellt. Der Kostenanschlag wird ermittelt durch die Zusammenstellung der Einheits- oder Pauschalpreise des submittierten Angebots.
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KOSTENBERECHNUNG
Die Kostenberechnung ist eine Grundleistung der Planungsphase. Eine Kostenberechnung dient einer angenäherten Ermittlung der zu erwartenden Gesamtkosten für ein Bauvorhaben. Eine Kostenberechnung beruht auf den zuvor überschlägig und unverbindlich ermittelten Kosten, aus der so genannten Kostenschätzung. In einer Kostenberechnung werden, gegenüber einer Kostenschätzung, verbindliche Aussagen über die Höhe der tatsächlich anfallenden Kosten erwartet.
KOSTENSCHÄTZUNG VS. KOSTENBERECHNUNG (DIN 276)
Die DIN 276 definiert die Genauigkeit der Kostenermittlung je nach Planungsphase. Während die Kostenschätzung(LPH 2) noch auf Kennwerten basiert, ist die Kostenberechnung (LPH 3) bereits sehr detailliert. Wir legen Wert auf eine ehrliche und realistische Kostenkommunikation von der ersten Skizze an.
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LICHTACHSE & SICHTACHSE
In der Architektur von GRIMM ARCHITEKTEN BDA spielen Sichtachsen eine zentrale Rolle. Sie lenken den Blick durch das Gebäude ins Freie oder verbinden verschiedene Wohnbereiche optisch miteinander. Eine bewusste Lichtplanung nutzt diese Achsen, um Tageslicht tief in das Gebäude zu führen und eine besondere räumliche Weite zu erzeugen.
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LEISTUNGSVERZEICHNIS
Das Leitungsverzeichnis ist die umfassende textliche Erläuterung aller Leistungen eines Gewerkes. Sie dient als Grundlage zur Angebotsabgabe. Durch die einheitliche Beschreibung sind die Angebote leicht vergleichbar.
LÜFTUNG
Durch Lüften wird der Luftwechsel in geschlossenen Räumen sichergestellt. Man kann maschinell Lüften (Lüftungsanlage) oder durch geeignete Maßnahmen wie die Nutzung von Öffnungen wie Türen und Fenstern.
LÜFTUNGSWÄRMEVERLUSTE
Als Lüftungswärmeverlust wird die Energie bezeichnet, die durch das Lüften verlorengeht. Dazu gehören auch die Verluste, bei denen Wärme unkontrolliert durch undichte Fugen in Fenstern entweicht.
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MASSIVBAUWEISE
Unter Massivbauweise versteht man das Bauen mit Betonfertigteilen, Transportbeton und Mauerwerksbau.
METERRISS
Der Meterriss wird nach Fertigstellung des Rohbaus in jedem Geschoss angezeichnet und ist die Bezugshöhe für alle folgenden Arbeiten (Türen, Treppen, Böden). Der Meteriss befindet sich genau einen Meter über dem Fertigfußboden.
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MINDESTLUFTWECHSEL
Der Mindestluftwechsel gibt an, wie oft ein Raumvolumen pro Stunde durch frische Luft ersetzt werden muss, damit sich hygienische Raumluftbedingungen einstellen. Abhängig von der Personenbelegung, Feuchteproduktion und der Art der Nutzung ist Mindestluftwechsel unterschiedlich.
NACHVERDICHTUNG
In Städten wie Nürnberg ist Bauland knapp. Nachverdichtung bedeutet, ungenutzte Potenziale auf bestehenden Grundstücken zu nutzen – sei es durch Anbau, Aufstockung oder die Bebauung einer zweiten Reihe. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den Wert Ihres Grundstücks durch intelligente Architektur steigern können.
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NUTZFLÄCHE
Die Nutzfläche ist der Anteil der Grundfläche, der der Nutzung entsprechend der Zweckbestimmung dient. Nicht zur Nutzfläche gehören Verkehrsflächen (Flure, Treppenhäuser) und Funktionsfächen (Betriebsräume, Heizungsräume).
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NUTZUNGSÄNDERUNG
Nicht jedes Gebäude darf ohne Weiteres für jeden Zweck genutzt werden. Wenn beispielsweise eine Gewerbefläche in ein Loft umgewandelt werden soll, ist ein Nutzungsänderungsantrag erforderlich. Wir prüfen die baurechtlichen Voraussetzungen (Brandschutz, Stellplätze, Abstandsflächen) und führen das Genehmigungsverfahren für Sie durch.
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PARKETT
Parkett ist ein hochwertiger Fußbodenbelag aus Holz für Innenräume. Die kleinen Holzstücke (Riemen) sind meist aus Hartholz von Laubbäumen und werden nach bestimmten Mustern zusammengesetzt. Einen großformatigen Holzboden aus langen, breiten Brettern nennt man Dielenboden. Aufgrund des hohen Aufwandes in der Herstellung ist Parkett ein sehr hochwertiger Fußbodenbelag und benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum Dielenboden einen tragfähigen Untergrund.
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PASSIVHAUS
Der Heizenergieverbrauch eines Passivhauses liegt um ein Vielfaches unter dem eines Niedrigenergiehauses.
Dem Passivhaus liegt das Prinzip der besonders guten Dämmung zugrunde. Denn Wärmeenergie, die nicht verloren geht muss auch nicht erzeugt werden. Besondere Fenster (3-fach-Verglasung, gedämmter Rahmen) und eine Hülle aus hochwirksamer Wärmedämmung in Außenwänden, Dach und Bodenplatte halten die Wärme schützend im Haus.
Das Passivhaus nutzt die in seinem Inneren vorhandenen Energiequellen wie die Körperwärme von Personen oder einfallende Sonnenwärme durch Verglasungen – die nötige Heizenergie ist minimal. Der technische Aufwand dafür wird grundlegend vereinfacht.
Der Wohnkomfort in einem Passivhaus ist wesentlich verbessert. Für gleichbleibend frische Luft ohne Zugerscheinungen sorgt eine Lüftungsanlage, in der eine hocheffiziente Wärmerückgewinnung die Wärme der Abluft wieder zuführt.
Höhere Oberflächentemperaturen der Wände und Fenster mit geringen Temperaturdifferenzen zur Raumluft sorgen für thermische Behaglichkeit im Passivhaus bei vergleichsweise niedriger Raumtemperatur.
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PASSIVHAUS-STANDARD
Ein Passivhaus ist so hochgradig wärmegedämmt, dass es in der Regel kein klassisches Heizsystem mehr benötigt. Die Wärme wird primär aus „passiven“ Quellen wie Sonneneinstrahlung und der Abwärme von Personen oder Geräten gewonnen. Eine zentrale Komponente ist die kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung, die für konstant frische Luft und ein gesundes Raumklima sorgt.
PELLETHEIZUNG
Bei der Pelletheizung werden zu Stäbchen geformte Holzspäne (Pellets) verbrannt. Die Verbrennung des nachwachsenden Rohstoffes ist nahezu CO2-neutral.
PERIMETERDÄMMUNG
Als Perimeterdämmung wird Dämmung eines Gebäudes im erdberührten Bereich bezeichnet.
PHOTOVOLTAIK
Photovoltaik ist die Gewinnung elektrischer Energie durch Solarzellen.
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PORENBETON
Porenbeton wird aus den Rohstoffen Sand, Kalk, Zement, Wasser und einem Treibmittel hergestellt. Bei der Herstellung wird die Porenbeton-Masse mit kleinen, gleichmäßigen verteilten Bläschen aufgebläht und nach dem Abbinden unter Wasserdampf gehärtet. In den Poren verbleibt die wärmedämmende Luft.
PRIMÄRENERGIE
Als Primärenergie bezeichnet man die Energie, die in der natürlich vorkommenden Energieform zur Verfügung steht (Holz, Kohle, Gas, Wind). Diese Energieformen müssen häufig umgewandelt werden, um sie nutzbar zu machen. Die dem Verbraucher zur Verfügung stehende Energie wird als Endenergie bezeichnet.
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ROHBAUABNAHME
Dies ist ein Meilenstein auf der Baustelle. Sobald der Rohbau und die Dachkonstruktion fertiggestellt sind, erfolgt oft die behördliche oder die technische Abnahme. Es ist der letzte Moment, in dem die Tragstruktur noch offen liegt, bevor Ausbau und Verputz beginnen – ein wichtiger Kontrollpunkt für unsere Bauleitung.
SANIERUNG & BAUEN IM BESTAND
Die Sanierung bestehender Gebäude erfordert besonderes Fingerspitzengefühl und technisches Know-how. Wir bewerten die vorhandene Substanz unter energetischen und ästhetischen Gesichtspunkten. Unser Ziel ist es, den Charme des Alten zu bewahren und mit modernen Wohnansprüchen sowie zeitgemäßer Energieeffizienz zu verknüpfen – oft die nachhaltigste Art zu bauen.
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SATTELDACH
Die Dachform, die bei uns am häufigsten zu finden ist. Satteldächer können als Sparren- oder Pfettendach konstruiert sein.
SICHTBETON (Klassen SB 1 bis SB 4)
Sichtbeton ist ein gestalterisches Element der modernen Architektur. Da die Oberfläche nach dem Ausschalen sichtbar bleibt, definieren wir im Vorfeld präzise die Qualitätsklassen (meist SB 3 oder SB 4 für den Wohnbereich). Dies umfasst die Beschaffenheit der Schalung, das Fugenbild und die Anordnung der Ankerlöcher, um eine skulpturale und hochwertige Optik zu erzielen.
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SMART HOME (Gebäudeautomation)
Moderne Architektur und intelligente Technik gehören heute zusammen. Über Systeme wie KNX oder funkbasierte Lösungen steuern wir Licht, Verschattung und Heizung bedarfsgerecht. Das erhöht nicht nur den Wohnkomfort, sondern trägt durch eine automatisierte Verschattung im Sommer auch maßgeblich zum sommerlichen Wärmeschutz bei.
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SOMMERLICHER WÄRMESCHUTZ
Durch die zunehmend heißen Sommer ist der sommerliche Wärmeschutz wichtiger denn je. Wir berechnen bereits in der Planungsphase, wie durch bauliche Maßnahmen (Dachüberstände, außenliegender Sonnenschutz, Fenstergrößen) ein Überhitzen der Räume verhindert werden kann – ganz ohne energieintensive Klimaanlagen.
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SOLARTHERMIE
Als Solarthermie wird die Gewinnung der Wärme aus der Sonnenenergie bezeichnet. Diese Wärme wird gespeichert (Solarspeicher) und zur Brauchwassererwärmung oder zur Heizungsunterstützung verwendet.
SPANNBETON
Die Bewehrung dieses Betons besteht aus Betonstahl und Spannstahl. Mit Hilfe des vorgespannten Spannstahls bleibt der Beton bei Zug- und Biegekräften ohne schädliche Risse.
STATIK
Die Statik ist ein Standsicherheitsnachweis für ein Vorhaben und gehört wie z. B. die Wärme- und Schallschutzberechnung zu den bautechnischen Nachweisen, die für die Ausführung eines Vorhabens erforderlich sein können.
STELLPLATZSATZUNG
Jede Kommune regelt individuell, wie viele PKW-Stellplätze (und oft auch Fahrradstellplätze) auf dem eigenen Grundstück nachgewiesen werden müssen. Besonders bei Nachverdichtungen in der Stadt ist dies oft eine planerische Herausforderung, für die wir kreative Lösungen wie Doppelparker oder intelligente Hofgestaltungen finden.
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TGA (Technische Gebäudeausrüstung)
Hinter dem Begriff TGA verbirgt sich die gesamte "Infrastruktur" eines Hauses: Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro. Als Architekten koordinieren wir die TGA-Fachplaner von Beginn an, damit Leitungen und Technikzentralen nicht stören, sondern sich nahtlos und unsichtbar in die Architektur integrieren.
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TRANSMISSIONSWÄRMEVERLUST
Der Transmissionswärmeverlust entsteht durch die Wärmeleitung der Bauteile. Je höher die Wärmeleitfähigkeit eines Baustoffes, desto höher der Verlust.
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TRITTSCHALL
Der Trittschall entsteht durch die Bewegung von Menschen und ist im daneben, darunter oder darüber liegenden Raum zu hören, weshalb eine Trittschalldämmung erforderlich ist. Ohne diese werden die Schrittgeräusche mit der Zeit zu einem lästigen Lärm und der Wohnwert einer Immobilie ist deutlich gemindert. Durch ein Einbau einer Trittschalldämmung lässt sich die Lärmbelästigung erheblich minimieren.
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U-WERT
Der U-Wert ist die Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizient. Dieser gibt an, welche Wärmemenge durch eine Bauteilfläche von 1 qm in einer Sekunde transportiert wird, wenn zwischen innen und außen eine Temperaturdifferenz von einem Kelvin besteht. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmeigenschaft des Bauteils.
VOLLGESCHOSS
Ein Vollgeschoss ist ein Geschoss, das vollständig über der natürlichen Geländeoberfläche liegt und über mindestens 2/3 seiner Grundfläche eine Höhe von mindestens 2,3 m hat.
WANDHEIZUNG
Wandheizungen sind mit einer Fußbodenheizung vergleichbar, die in der Wand verlegt wird. Die auf der Wand verlegten Heizrohre werden überputzt und geben eine gleichmäßige Strahlungswärme an den Raum ab. Diese Wärme wird besonders angenehm empfunden.
WÄRMEBRÜCKEN
Die wärmetechnische Schwachstelle einer Fassade wird als Wärmebrücke bezeichnet. An diesen Stellen wird die Wärme besonders gut ins Freie geleitet. Wichtiger als der Energieverlust ist die Tatsache, dass an diesen Stellen, bedingt durch die niedrige Oberflächentemperatur Wasser kondensieren kann und dadurch Schimmel entsteht. Eine verantwortungsvolle Planung vermeidet diese Schwachstellen. Unterschieden werden konstruktive Wärmebrücken, die durch den Einbau oder durch Materialien mit einer höheren Wärmeleitfähigkeit oder durch eine fehlende Wärmedämmung entstehen und geometrische Wärmebrücken. Letztere ergeben sich durch Vorsprünge oder Ecken an homogenen Bauteilen, wenn der vorhandenen Innenfläche eine größere Außenfläche gegenübersteht.
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WÄRMEDÄMMVERBUNDSYSTEM
Wärmedämmverbundsysteme werden auf den Außenwänden eines Gebäudes befestigt, um die Transmissionswärmeverluste zu verringern. Sie eignen sich besonders zur Sanierung von Gebäuden, kommen aber auch bei Neubauten zum Einsatz.
WÄRMEPUMPE
Eine Wärmepumpe entzieht mittels einer Wärmeträgerflüssigkeit der Luft, dem Wasser oder der Erde Wärme und leitet diese an das Heizsystem weiter. Eine Wärmepumpe kann auch bei Minustemperaturen ausreichend Wärme zur Beheizung des Gebäudes aus der Außenluft ziehen.
WEIßE WANNE
Als weiße Wannen werden Keller bezeichnet, die aus wasserundurchlässigem Beton hergestellt sind. Es ist keine zusätzliche Abdichtung notwendig.
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WOHNGESUNDHEIT (BAUBIOLOGIE)
Ein Haus sollte nicht nur gut aussehen, sondern ein gesunder Rückzugsort sein. Wir achten bei der Materialwahl auf emissionsarme Baustoffe, ökologische Dämmmaterialien und ein diffusionsoffenes Wandkonzept, um ein optimales Raumklima ohne Schadstoffe zu garantieren.
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WU-BETON
Der Begriff WU-Beton steht für wasserundurchlässigen Beton. Wasserundurchlässig bedeutet, dass die Kapillarporosität so niedrig ist, dass flüssiges Wasser nicht und Wasserdampf nur gering hindurch dringt. Kelleraußenwände aus WU-Beton benötigen keine zusätzliche Abdichtung.
ZIEGEL
Ein Ziegel bestehen aus Lehm und Tonerde. Durch Wasserzugabe entsteht eine formbare Masse, die geformt, luftgetrocknet und anschließend gebrannt wird.
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