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HAUS BEI ANSBACH

Im Allgemeinen haben Grundstücke, die als schwer bebaubar gelten, einen eigenen Reiz für Architekten. Meist entsteht daraus ein Gebäudekonzept, das ohne die Schwierigkeiten des Grundstückes so nicht entstanden wäre.

Bei diesem Einfamilienhaus in der Nähe von Ansbach waren der sehr schmale Zuschnitt und das starke Gefälle nach Norden in Richtung Straße die Eigenschaften des Grundstücks, die das Konzept des Gebäudes wesentlich prägten.

Eine besondere Schwierigkeit bot der Nordhang, der über ein Geschoss überwunden werden musste, um die Gartenebene im Süden zu erreichen.

DIE ARCHETYPISCHE GEBÄUDEFORM

ERGIBT SICH AUS DER

ADDITION EINFACHER GRUNDFORMEN. 

Das Untergeschoss ist im Hangbereich erdberührt und wurde massiv in Stahlbeton errichtet. Darauf aufbauend ist das Obergeschoss in Holzrahmenkonstruktion. Die konstruktive Unterscheidung ist auch außen durch die differenzierte Farbgebung ablesbar.

Das Obergeschoss liegt zum Teil auf einem Stahlbetonbügel und bietet so zwei überdachte Stellplätze.

Durch die klare Fassadengestaltung und das asymmetrische Satteldach ohne Überstände ergibt sich eine präzise, archetypische Gebäudeform.

Sämtliche Einbauten folgen einer strengen geometrischen Form, aus der sich die verschiedenen Funktionsbereiche entwickeln. Unterschiedliche Materialien, die entsprechend ihrer Funktionen, mal rau, mal glatt, mal glänzend oder natürlich belassen sind, schaffen eine stimmige Wohnatmosphäre.

INFO

Gebäudetyp

Einfamilienhaus

Standort

bei Ansbach

Bauweise

UG Massiv

EG Holzrahmenbau

Wohn- u. Nutzfläche

230

Die frei auskragenden Trittstufen aus Eiche führen an der Außenwand aus Stahlbeton geradlinig vom Eingangsbereich im Untergeschoss in den Wohnbereich im Erdgeschoss. Die Betonoberfläche wurde bewusst sehr grob mit sichtbarer Schalungsoberfläche ausgeführt, um die Unterschiedlichkeit der Materialen zu verstärken und somit den Kontrast zu erhöhen. Der filigrane Handlauf aus Edelstahl und geölter Eiche führt über einen Einschnitt der Wand begleitend nach oben. 

RAUE BETONOBERFLÄCHE - PRÄZISE TRITTSTUFEN

ENERGETISCHES KONZEPT

Die kompakte Form, die gute Wärmedämmung und die dreifach verglasten Fenster sorgen für ein Minimum an benötigter Energie. Durch unterschiedliche Bauweisen konnten die Vorteile beider Systeme kombiniert werden.

Das Untergeschoss bietet durch die massive Bauweise viel Masse zur Speicherung der Energie. Das Obergeschoss in Holzrahmenkonstruktion überzeugt mit hervorragenden Wärmedämmeigenschaften. 

 

Ein wassergeführter Tunnelkamin führt den größten Teil der Wärme in den zentralen Speicher ab, der für die Brauchwassererwärmumg und die Fußbodenheizung benötigt wird. Eine sehr geschickte Kombination, denn wenn die Außentemperatur niedrig ist, ist auch der Wirkungsgrad der Wärmepumpe niedriger und der Heizkamin unterstützt das System. Der Kamin als zentrale Element zoniert den Raum. Das Feuer ist von beiden Seiten sichtbar.

Den kleinen Rest an benötigter Wärme erzeugt eine außen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe.​ Eine zentrale Lüftungsanlage entzieht der verbrauchten Luft die Energie und führt sie der Frischluft zu.

WEITERE  PROJEKTE

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